Her mit dem Müll!

Schmeißen Sie nicht alles gleich weg, was Sie nicht mehr brauchen. Mit ein bisschen Geschick können Sie daraus etwas Schönes basteln.

Mehr als 220 Kilo Verpackungsmüll produziert jeder Deutsche pro Jahr. Damit nehmen wir unter den europäischen Ländern einen traurigen Spitzenplatz ein. Auf Platz eins sind wir zwar auch beim Thema Recycling, aber besser wäre es natürlich, gar nicht erst so viel Abfall zu produzieren (siehe Das ist Top). Vieles lässt sich schon mit wenigen Handgriffen umgestalten – Upcycling. Dieser Trend, zusammengesetzt aus „nach oben“ (up) und Recycling, schafft Kreativität. Wir haben fünf Beispiele für Sie zusammengetragen:

5 Upcycling-Tipps

  • 1. Marmeladengläser:

    Einweckgläser mit Deckel sollten Sie nicht gleich wegschmeißen. Loch in den Deckel bohren und mit Mehrweg-Trinkhalm als Sommerglas benutzen – perfekt als Schutz vor Insekten.

  • 2. Blechdosen:
    Legen Sie die Dosen in heißes Wasser, bis sich die Etiketten gut lösen lassen. Anschließend werden sie von außen bunt lackiert und mit Blumen bepflanzt. Zusätzlich können Sie ein Loch in den Rand bohren und mehrere Dosen nebeneinander aufhängen, zum Beispiel auf dem Balkon. Als Faden ist Angelschnur perfekt. Sie hält gut und ist praktisch nicht zu sehen.
  • 3. Zeitschriften und Kalender:
    Wozu Geschenkpapier kaufen? Nehmen Sie alte Zeitschriften, Landkarten oder abgelaufene Kalenderblätter.
  • 4. Holzkisten:
    Verschiedene Größen sammeln, mit weißer Wandfarbe großzügig anstreichen und an der Wand übereinander stapeln, hochkant und quer – ein originelles und günstiges Regal
  • 5. Leere Flaschen und alte Kleidung:
    Bluse oder Shirt aufschneiden, um die Flaschen wickeln und zubinden oder verschiedene Stoffreste auf die Flaschen kleben, als dekorative Vasen, auch zum Verschenken.


Das ist top

  • Finger weg von Plastiktüten: Stoffbeutel oder faltbare Einkaufstaschen sind eine Alternative. Die gibt’s sogar aus recyceltem Kunststoff.
  • Leitungswasser trinken: Das hat im Ruhrgebiet eine hervorragende Qualität, ist billiger als Mineralwasser, und Sie sparen unnötige Fahrtwege.
  • Plastikdosen nutzen: Käse rein, Deckel zu, fertig. Praktischer geht’s nicht, und es spart Haushalts- und Alufolie. Noch besser: Einkaufen im Unverpackt-Laden.
  • Kein Müll to go: Für den Kaffee unterwegs gibt’s prima Thermobecher.
  • Geschenke machen: Es muss doch nicht alles in den Müll wandern. Klingeln Sie bei den Nachbarn und gründen Sie eine kleine Tausch-börse für Lebensmittel und Gegenstände wie ausrangierte Blumentöpfe.