Dem Mythos auf der Spur

Unsere Augen brauchen Tageslicht – zu wenig Licht beim Lesen kann Kopfschwerzen verursachen.

Viele Menschen finden Schummerlicht gemütlich. Wer sich mit einem Buch auf die Couch kuschelt, hat aber schnell den Satz im Kopf: „Du verdirbst dir noch die Augen.“ Stimmt das überhaupt?

Die gute Nachricht zuerst: Das Kerzenlicht darf bleiben, denn die Augen nehmen dabei keinen Schaden. Allerdings strengt es sie besonders an. Der sogenannte Ciliarmuskel, der die Linse strafft, damit wir die Buchstaben lesen können, muss mehr arbeiten. Das Gleiche gilt für die Sehstäbchen. Sie sorgen für die Hell-Dunkel-Kontraste und sind bei Dämmerlicht ebenfalls besonders gefordert. Die Augen ermüden daher schneller. Wer lange bei schlechtem Licht liest, kriegt daher eventuell Kopfschmerzen – was sich gut durch regelmäßige Pausen ausgleichen lässt.

Einer möglichst guten Sehfähigkeit bei Kindern schadet die Taschenlampe unter der Bettdecke also keineswegs. Dafür haben Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Augengesundheit und einer anderen Lichtquelle entdeckt: der Sonne. Es scheint den Augen nämlich gutzutun, wenn sie möglichst
häufig dem Tageslicht ausgesetzt sind. Also ab nach draußen!