Der Mann hinter den Becken

Michael Blumberg ist der neue Badleiter bei den Stadtwerken Witten. Auch in seiner Freizeit behält er gern den Überblick.

Michael Blumberg sitzt in seinem Büro. Das kommt höchst selten vor. Der neue Badleiter bei den Stadtwerken Witten schmiedet Urlaubspläne. Nicht für sich, sondern für seine Mitarbeiter. Wer ist weg? Wer übernimmt welche Schicht? Personalführung ist eine seiner Hauptaufgaben. Dann muss er auch schon los: Termin bei der Schwalbe. Denn die Betriebsführung für das Ausflugsschiff liegt ebenfalls in seiner Hand. „Das ist neu für mich und etwas ganz Besonderes“, sagt der 58-Jährige.

Mit Bädern groß geworden

Mit Bädern kennt sich Michael Blumberg hingegen schon lange aus. Er hat die übliche Laufbahn gewählt: eine Ausbildung als Schwimmmeisterge­hilfe (heute Fach­angestellter für Bädertechnik), dann den Meister für Bäderbetriebe und Fortbildungen im Bereich Verwaltung/BWL. Seitdem ist er Badleiter. Erst 29 Jahre für die Bäder in Frankfurt am Main, dann zehn Jahre bei der Stadt Ibbenbüren. „Freibad, Hallenbad, Freizeitbad – ich kenne sie ­alle“, scherzt Blumberg.

Am meisten schätzt er die Abwechslung in seinem Job: „Jeder Arbeitstag sieht anders aus. Ich bin viel unterwegs, habe mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun, kann Dinge mitgestalten – das ist toll!“ Seit Februar kann Michael Blumberg sein Organisationstalent bei den Stadtwerken Witten einbringen. Außer dem Personal fallen Budgetverantwortung, Arbeits- und Betriebsab­läufe, das Einhalten gesetz­licher Vorgaben, Qualitätssicherung und die Planung und Durchführung von Veranstaltungen in seinen Aufgabenbereich. Da heißt es: Überblick behalten.

Am liebsten hoch hinaus

Und genau das tut Michael Blumberg auch in seiner Freizeit. Er ist stolzer Besitzer eines Ultraleichtflugscheins und liebt es, die Welt von oben zu sehen. „Damit habe ich mir einen Jugendtraum erfüllt.“ Ausgangspunkt für seine Rundflüge ist das Vereinsgelände der Luftfahrtvereinigung Greven e.V. am Flughafen Münster Osnabrück. „Wenn ich in der Luft bin, kann ich abschalten und einfach nur genießen“, schwärmt der Hobby-Pilot. „Die Uhren ticken hier einfach anders.“ Klar, die Zeit vergeht hoch oben vermutlich wie im Flug …