Die Sonne angezapft

Die Sonne scheint am Schwalbenweg in Witten. Dietmar Berger freut's! Denn heute geht seine neue Photovoltaikanlage ans Netz – die erste, die über das neue Angebot „Stadtwerke Solar“ von den Stadtwerken Witten umgesetzt wird. Das Besondere: Familie Berger hat keinerlei Anschaffungskosten. Die übernehmen die Stadtwerke. Ebenso wie die Kosten für die jährliche Wartung, Reparaturen und Instandhaltung. Familie Berger zahlt dafür monatlich einen festgelegten Betrag – sozusagen eine Pacht.

Einsparungen schnell ermittelt

Umweltschutz ist der Familie wichtig. Deshalb haben sie sich damals für das Niedrigenergiehaus in ökologischer Bauweise entschieden. Erst vor zwei Jahren haben sie die Gasheizung erneuert und mit einer klima­freundlichen Wärmepumpe kombiniert. „Als ich von dem Pachtangebot der Stadtwerke erfahren habe, war mein Interesse geweckt. Photovoltaik fehlte uns noch“, erzählt Dietmar Berger. Die Frage, ob sich das lohnt, war schnell geklärt. Der Online-Check auf der Stadtwerke-Internetseite hat mit wenigen Angaben einen groben Überblick über die zu erwartende monatliche Miete und die voraussichtliche Einsparung bei den Stromkosten ergeben. Für das konkrete Angebot waren weitere Angaben und Fotos notwendig. „Aber auch das war online unkompliziert und selbsterklärend“, berichtet der Hausbesitzer.

Mit den gesammelten Informationen erstellten die Stadtwerke ein Angebot. „Ein zusätzlicher Termin vor Ort ist nur in wenigen Fällen notwendig“, erklärt Energieberater Christian Dresel von den Stadtwerken. Wird das Angebot angenommen, geht es an die konkrete Planung. „Jede Anlage wird individuell geplant und an die Begebenheiten vor Ort angepasst“, so der Energieberater. Bei den Bergers zum Beispiel wurde aus Platzgründen der Wechselrichter, der den Gleichstrom der PV-Module in netzkonformen Wechselstrom umwandelt, an der Außenwand des Hauses angebracht statt im Keller.

Das Pachtverhältnis der Bergers läuft die nächsten 18 Jahre. In dieser Zeit erzeugt ihre PV-Anlage jährlich etwa 3.400 Kilowattstunden Strom. Zwei Drittel davon nutzen sie selbst, der Rest wird in das öffentliche Netz eingespeist und vergütet. Liefert die Anlage nicht ausreichend Energie für den Haushalt, springen die Stadtwerke mit ihrem Ökostrom ein. Insgesamt werden dem Klima somit mehr als 36 Tonnen CO2 erspart. Nach den 18 Jahren gehört die Anlage den Bergers „und liefert noch weitere fünf bis zehn Jahre Strom“, wünscht sich der Hausherr. „Realistisch!“, prognostiziert Christian Dresel.


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