Eddi und Alena auf Tour

Das Sommer-Urlaubsziel steht fest: Alena möchte mit Elektroauto Eddi nach Holland – knapp 300 Kilometer, bis ans Meer. Aber mit dem E-Auto in den Urlaub?

„Zuerst habe ich mich in einem Online-Forum für Elek­tromobilität schlaugemacht. Dort gibt es viele Erfahrungsberichte, Tipps für die Reiseplanung und sogar einen Routenplaner, der die nötigen Zwischenstopps zum Laden errechnet. Die wichtigste Erkenntnis: Es gibt verschiedene Ladekarten-Anbieter, und nicht mit jeder Karte kann man überall laden.

Ich habe mich schließlich für zwei Ladekarten ohne Vertragslaufzeit und ohne Grundgebühr entschieden. Mithilfe des Routenplaners war die Strecke schnell geplant. Nach Eingabe der Start- und Zieladresse, des Fahrzeugmodells und der vorhandenen Ladekarten ergab das eine errechnete Fahrtzeit von insgesamt 3,5 Stunden inklusive zweier Lade-Pausen – eine in Deutschland und eine in den Niederlanden. Und dann ging es los: mit vollem Akku und einer angezeigten Reichweite von 200 Kilometern. Nach einiger Zeit auf der Autobahn bei kon­stant 100 bis 120 km/h die erste Überraschung: Die angezeigte Reichweite erhöhte sich auf 285 Kilometer. Damit hatte ich nicht gerechnet. Gelten Elektroautos doch als reine Stadtautos und für die Fahrt auf längeren Autobahnstrecken eher ungeeignet …

Den ersten geplanten Stopp erreichten wir dann nach rund 85 Kilometern und einer Stunde Fahrt am Rasthof Hünxe. Eddis Akku zeigte noch 55 Prozent. Ich wollte jedoch auf Nummer sicher gehen und schloss Eddi an die Schnellladestation an. 25 Minuten und einen Kaffee später war ich zurück – und der Akku voll. Nach weiteren 100 Kilometern und dem zweiten Stopp im niederländischen Ede dasselbe: Nur 20 Minuten an der Schnellladesäule und Eddi war voll aufgeladen und bereit für die restlichen 110 Kilometer bis zum Ziel. Das hatte ich mir irgendwie komplizierter vorgestellt. Welche Erfahrungen ich mit dem Laden im Ausland und abseits der Autobahn gemacht habe, erfahrt ihr im nächsten Bericht.“