Glasklare Empfehlung

Das Wittener Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität. Auch, dank hochmoderner Technik und strenger Überwachung.

Jeder Wittener verbraucht im Schnitt täglich etwa 100 Liter Wasser. Ob zum Waschen, Duschen oder Trinken – es ist unser ständiger Begleiter im Alltag. Während die einen Kästen schleppen, bedienen sich die anderen ganz einfach aus dem heimischen Hahn. Doch kann man das Wittener Leitungswasser bedenkenlos trinken? »Ja!«, sagt Klaus Döhmen, Geschäftsführer des Verbund-Wasserwerks Witten (VWW). »Es hat eine hervorragende Qualität, eine geringe Härte, ist arm an Natrium und entspricht allen Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Ich selber trinke es gern gemischt mit etwas Fruchtsaft.« Wer sein Getränk lieber spritzig mag, kann es mit entsprechenden Geräten selbst mit Kohlensäure versetzen.

Der Weg unseres Wassers

Weitere Vorteile liegen auf der Hand: Die Produktion, der Transport sowie das Recycling von Glas- oder Plastikflaschen entfallen. Man schont nicht nur die Umwelt, auch Rücken und Geldbeutel. Selbst in Rekordsommern liefern die Stadtwerke den Einwohnern das erfrischende Nass täglich frei Haus. Das Wasser stammt aus den Ruhrkiesen im Untergrund des Tals zwischen Innenstadt und Bommern. »Da wie überall an der Ruhr die Grundwassermenge im schmalen Tal nicht ausreicht, wird es mit Flusswasser angereichert«, erklärt Klaus Döhmen. »Dazu wird das Ruhrwasser über große Sandfilterbecken in den Untergrund versickert und dabei auf natürlichem Wege gereinigt.«

Gefiltert und geprüft

In den Gebäuden des VWW an der Bommeraner Brücke erhält das Wasser schließlich seine hervorragende Trinkwasserqualität. Zunächst leitet die Ultrafiltrationsanlage das Wasser durch eine Membran mit ultrafeinen Poren. 99,99 Prozent aller Mikropartikel, darunter auch Bakterien und Viren, werden so abgewehrt. »Pulverförmige Aktiv­kohle kann bei Bedarf hinzugegeben werden, um or­ganische Spurenstoffe zurückzuhalten«, erläutert Klaus ­Döhmen weiter. »Im Frühjahr 2020 wird eine dauerhafte Aktivkohle-Adsorption in Betrieb genommen, die zwischen Ultrafiltration und der abschließenden Sicherheits-Desinfektion geschaltet ist.« Um gemäß Trinkwasserverordnung zu desinfizieren, setzt das VWW bereits seit 2013 nicht mehr auf Chlor, sondern auf UV-Licht.

Mit hochmoderner Technik und strengen Kontrollen sorgt das Labor des VWW für eine gleichbleibende, hervorragende Wasserqualität. Es gelten strenge Grenzwerte und Vorschriften. Geprüft wird täglich – 365 Tage im Jahr, auch an Feiertagen. »Am wichtigsten ist die mikrobiologische Untersuchung, um sicherzustellen, dass keine Krankheitserreger im Trinkwasser enthalten sind«, so Döhmen. Ergänzt werden die ständigen Tests durch umfassendere wöchentliche und monatliche Untersuchungen.

Qualität aus dem Wasserhahn

Bestens aufbereitet wird das Trinkwasser nun in das Versorgungsnetz der Stadtwerke Witten geschickt, wo es weiter regelmäßig kontrolliert wird. Durch das Rohrsystem findet es seinen Weg zu den Häusern im Stadtgebiet. Dort kann es nicht nur zum Duschen und Kochen, sondern auch zum Trinken und für die Zubereitung von Babynahrung verwendet werden.

Die Verantwortung für die Qualität des Wassers in den Gebäuden liegt beim jeweiligen Hauseigentümer. »Vor allem nach längeren Urlauben empfiehlt es sich, zuerst die Toilettenspülung zu betätigen oder das abgestandene Wasser ein paar Minuten aus der Leitung laufen zu lassen, es kann zum Blumengießen oder zum Putzen verwendet werden«, rät Klaus Döhmen.