Klimafakten: Ernstes mit Witz und Charme präsentiert

Mehr als 100 Teilnehmer kamen zum Vortrag des TV-Meteorologen Sven Plöger bei den Stadtwerken – inklusive reger Diskussion zu regionalen Maßnahmen.

Wie unterhaltsam so ernsthafte Themen wie der Klimawandel sein können, hat Sven Plöger am vergangenen Mittwoch (28. Februar) im Forum der Stadtwerke Witten demonstriert: Gebannt lauschten dem TV-Meteorologen und Entertainer über 100 Teilnehmer der Veranstaltung, zu der die Stadt Witten, die Stadtwerke Witten und der Ennepe-Ruhr-Kreis eingeladen hatten.

Mit Witz, Charme und einer faszinierenden Leichtigkeit hat der „Wetterfrosch“ seinem Publikum einen höchst vergnüglichen und gleichzeitig nachhaltig wirkenden Abend beschert. Im Anschluss an seinen wort- und gestenreichen Beitrag brachten die Teilnehmer bei der Dialog-Plattform Klima-Café ihre eigenen Ideen zum Klimaschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis und in der Stadt Witten intensiv ein.

„Klimawandel: Gute Aussichten für morgen?!“ titelte der Vortrag des ARD-Meteorologen Sven Plöger, in dem er auf unterhaltsame Art aufzeigte, was die Menschheit tut, um den Prozess des Klimawandels zu beschleunigen und wohin das führt: „In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur auf der Erde um 0,8 Grad gestiegen“, informierte er und fügte an: „Was sich minimal anhört, ist für das globale Klima verheerend.“ Die Menschheit wolle den Wandel bremsen, beschleunige den Prozess jedoch. „Kohlendioxid ist nicht der Klimakiller. Wir sind der Klimakiller, weil wir das Gas produzieren und ausstoßen“, hielt er alarmierend fest.

Der Schlüssel zum Erfolg finde sich bei diesem Thema primär in einem veränderten Umgang mit Energie. „Neben sparsamerem Verhalten und mehr Effizienz gehört zu einer nachhaltigen Energiepolitik auch der Umstieg auf erneuerbare Energieformen“, lautet das Plädoyer des Diplom-Meteorologen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sein Ziel, die Zuhörer für die Relevanz des Klimawandels zu sensibilisieren und sie zu einem bewussteren Umgang mit Energie zu motivieren, ging auf, wie Rückmeldungen aus dem Publikum belegen.

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„Klimawandel: Gute Aussichten für morgen?!“ hieß der Vortrag des ARD-Meteorologen Sven Plöger.

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Über 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Stadtwerke Witten, der Stadt Witten und des Ennepe-Ruhr-Kreises ins Forum der Stadtwerke Witten.

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Der TV-Wetterfrosch gab dem Publikum zunächst einen Einblick in die Folgen des Klimawandels.

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Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer beim Klima-Café über Chancen und Möglichkeiten für den Klimaschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis.

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Die Gastgeber waren sehr zufrieden mit der regen Teilnahme und den Ergebnissen.

Klimaschutz wird regional gemacht

Andreas Schumski, Geschäftsführer der Stadtwerke Witten, und Landrat Olaf Schade freuten sich über die rege Teilnahme am Klima-Café; der dortige Dialog war für Olaf Schade eine besondere Herzensangelegenheit: „Wir wollen wissen, was die Einwohner des Kreises beim Thema Klimaschutz umtreibt und wo sie sich Unterstützung von der öffentlichen Verwaltung wünschen.“ Er freue sich zudem über neue Impulse aus der Bevölkerung für das Klimaschutzkonzept, das der Landkreis zusammen mit dem Netzwerk Energie-Effizienz-Region EN erstellen lässt.

Die Stadt Witten setzt bereits seit 2013 auf ein eigenes Klimaschutzkonzept, um die selbst gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen. Sie ist damit Vorreiter im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Wir haben viele neue, gute Denkanstöße erhalten. Durch den direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern wissen wir auch, wo der Schuh beim Einzelnen drückt und können unser Dienstleistungsportfolio besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausrichten“, resümierte Stadtwerke-Chef Andreas Schumski.

Umsetzung läuft

Erste Projekte wie die energetische Sanierung von städtischen Liegenschaften, den Einsatz von Pedelecs für klimafreundliche Dienstfahrten und ein städtisches Solar- und Gründachpotenzialkataster hat die Stadt Witten bereits realisiert. „Beim Kampf gegen die Folgen des Klimawandels wollen wir künftig stärker mit dem Kreis zusammenarbeiten“, sagte Sonja Leidemann, Bürgermeisterin der Stadt Witten.

Welche konkreten Projekte die Stadtwerke Witten bereits realisiert haben, stellte Andreas Schumski vor: Dazu zählen die Belieferung aller Haushalte, kleinen Gewerbebetriebe und der Wohnungswirtschaft mit Ökostrom ohne Aufpreis und der Ausbau von Infrastruktur für Elektromobilität. Zwei Ladesäulen gibt es bereits in Witten, sechs weitere sind geplant.

Großes Potenzial zum Erreichen der Klimaschutzziele sieht er auch beim produzierenden Gewerbe. Um Betriebe bei der Einsparung von Ressourcen zu unterstützen, beraten die Stadtwerke zwölf Unternehmen im Rahmen des Umweltprojekts ÖKOPROFIT. „Nicht nur das Gewerbe kann seine Klimaemissionen reduzieren. Wir alle sind auch als Privatpersonen in der Verantwortung, den Klimaschutz in der Region voranzubringen“, hielt Andreas Schumski fest.