Smart und sicher

Immer mehr elektronische Stromzähler sind im Kommen. Damit gewinnt die Energiewende weiter an Tempo. Die Stadtwerke Witten sind vorne mit dabei.

Die Welt wird zunehmend digitaler, und eines der größten und anspruchsvollsten IT-Projekte bundesweit ist die Energiewende. Mit dem „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ setzte die Bundesregierung im Jahr 2016 das Startsignal für Smart Grid, Smart Meter und Smart Home. Damit soll gleichzeitig die Integration von erneuerbaren Energien in das Stromnetz der Zukunft weiter zügig voranschreiten. Eine wichtige, zentrale Voraussetzung: elektronische Zähler, auch Smart Meter genannt.

Kostenloser Service

In Stufe 1 werden dafür die sogenannten modernen Messeinrichtungen (mMe) installiert. Der Austausch geht in Witten bereits seit vergangenem Jahr vonstatten. Im Vorfeld wurden zunächst rund 10.000 Stromkunden der Stadtwerke postalisch informiert. Knapp 3.000 Kunden können die modernen Messeinrichtungen bereits nutzen. Bis zum Jahr 2032 soll der Prozess – übrigens ein kostenloser Service für den Kunden – abgeschlossen sein. Insgesamt werden rund 66.000 elektronische Stromzähler im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Witten eingebaut.

Intelligente Steuerung

„Bis jetzt läuft alles reibungslos, wir kommen gut voran. Die Kunden sind sehr aufgeschlossen für die Neuerung. Schließlich unterstützen wir sie dabei, künftig den Stromverbrauch und damit Kosten senken zu können“, so Frank-Karsten Schulze, zuständiger Abteilungsleiter Technische Dienste Messstellenbetrieb bei den Stadtwerken. Für Kunden mit einem Mindestverbrauch von 6.000 Kilowattstunden Strom jährlich folgt ab dem Jahr 2020 automatisch noch eine Stufe 2: ein sogenanntes Gateway, vergleichbar mit einer digitalen Schaltzentrale. Durch dieses intelligente Messsystem (iMSys) wird der Smart Meter erst so richtig smart: Das Gateway ermöglicht nicht nur die Überwachung und Auswertung des Stromverbrauchs, sondern auch die intelligente Steuerung der Stromnetze, abhängig von Wind und Sonne.


Frank-Karsten Schulze von den Stadtwerken Witten beantwortet gerne Ihre Fragen.

Telefon: 02302 9173-560


Strengste Kriterien

Die Datenübermittlung erfolgt zwischen den Stadtwerken Witten, dem zuständigen Messstellenbetreiber und dem Kunden im 15-Minuten-Takt. Die Datensicherheit hat dabei oberste Priorität. So gelten in Deutschland europaweit die anspruchsvollsten Standards. „Daran halten sich selbstverständlich auch die Stadtwerke ganz strikt“, betont Smart-Meter-Experte Frank-Karsten Schulze.  


Wenn nachts die Waschmaschine läuft

Die Digitalisierung soll es künftig ermöglichen, den Stromverbrauch im Haushalt besser zu erfassen und zu steuern. Die intelligenten Strom-Messgeräte geben einen detaillierten Einblick in das Verbrauchsverhalten und zeigen Einsparpotenziale auf. Ein Tipp könnte dann zum Beispiel sein, die Waschmaschine nachts laufen zu lassen, wenn der Strom günstiger ist. Neben dem individuellen wirtschaftlichen Effekt geht es dabei auch um die Senkung des Energieverbrauchs insgesamt und damit um einen wichtigen Bestandteil der Energiewende.