Sparen durch Umweltschutz

Weniger Ressourcenverbrauch, mehr Energieeffizienz, geringere Unternehmenskosten – mit einem Wort: Ökoprofit. Die Stadtwerke Witten zeigen, wie es geht.

Hinter Ökoprofit verbirgt sich das „Ökologische Projekt für integrierte Umwelt-Technik“. Der Grundgedanke: Wenn Unternehmen Ressourcen sparen oder Abfälle vermeiden, dann entlasten sie die Umwelt und senken gleichzeitig ihre Kosten. Deshalb kommt Ökoprofit der regionalen Wirtschaft ebenso zugute wie dem Klimaschutz.

Im Ennepe-Ruhr-Kreis findet das Projekt zum vierten Mal statt. Initiator und Träger sind die Stadtwerke Witten gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr und dem Energieversorger AVU aus Gevelsberg. Gleichzeitig beteiligen sich die Stadtwerke diesmal mit dem Hallenbad Herbede und dem Freibad Annen selbst an der aktuellen Ökoprofit-Runde.

Mitarbeiter engagieren sich

Ein Jahr arbeiteten die neun teilnehmenden Unternehmen intensiv daran, den Umweltschutz in ihren Betrieben zu verbessern. Im April war die Abschlussprüfung. Die Bilanz der Stadtwerke Witten kann sich sehen lassen: 40 Tonnen weniger klimaschädliches Kohlendioxid, rund 103.000 eingesparte Kilowattstunden Strom und 388 nicht benötigte Kubikmeter Wasser in den beiden Bädern – und nebenbei mehr als 18.000 Euro im Jahr gespart.

„Das Tolle bei Ökoprofit: Die Beschäftigten können und sollen sich aktiv einbringen. Sie prüfen ihre Materialflüsse und Arbeitsabläufe, ihr Nutzerverhalten und viele weitere Parameter. Dabei kommen sehr nützliche Verbesserungsvorschläge heraus“, erklärt Andreas Lischka, der die Maßnahmen im Freibad Annen vorangetrieben hat.



Kleiner Einsatz, großer Nutzen

Viele Anregungen konnten direkt umgesetzt werden. So wurden zum Beispiel einige der Umwälzpumpen, die das Wasser durch die Filteranlage ­befördern, nachts ausgestellt. „Diese Maßnahme kostete uns noch nicht einmal einen Cent“, freut sich der Projektleiter. Genauso wie die Wasserreduzierung bei den Handwaschbecken. Ein Durchflussbegrenzer sorgt dafür, dass weniger Wasser verbraucht wird. „Außerdem haben wir die Beleuchtung in den Duschen des Hallenbades auf LED umgestellt“, so Lischka. „Die Investition rechnet sich bereits nach gut zwei Jahren und spart Energie.“

Mit der Verleihung des Ökoprofit-Zertifikats ist für die Stadtwerke Witten aber noch lange nicht Schluss. „Wir werden weitermachen und wollen in den kommenden Jahren noch einige Maßnahmen umsetzen.“ So steht zum Beispiel die Modernisierung der Heizungsanlage im Freibad Annen noch auf der To-do-Liste der Projektverantwortlichen.  

Die Umstellung auf LED-Beleuchtung in den Duschen bringt einiges an Energieeinsparungen.

Ein Durchflussbegrenzer sorgt dafür, dass weniger Wasser verbraucht wird.