Strom statt Sprit

Unser Verkehr muss deutlich umweltfreundlicher werden. Elektromobilität kann dabei helfen.

Auf Wittens Straßen sieht man sie jetzt öfter: die leisen Flitzer ganz ohne Auspuff und mit dem „E“ im Kennzeichen. Auch bei den Stadtwerken Witten wächst die Anzahl der Elektroautos im Fuhrpark stetig. „Das erste Elektrofahrzeug haben wir 2009 angeschafft“, erinnert sich Sören Smietana, einer der Elektromobilitätsexperten bei den Stadtwerken. „Das war ein Roller. Das erste Elektroauto, ein Renault Kangoo, folgte 2013.“ Das Thema Elektromobilität hat für die Stadtwerke eine besondere Bedeutung: „Hier können wir etwas für die Umwelt tun, unsere Erfahrung einbringen und einen Beitrag dazu leisten, dass die Verkehrswende schneller vorankommt.“

Mitmachen erwünscht

Die Familien- und Krankenpflege Witten stellt mit Hilfe der Stadtwerke auf E-Autos um.

Jens Sundheim

Eine der wichtigsten Voraussetzungen: die Lade­infra­struktur. In die Planung neuer Ladesäulen wollen die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt die Wittener aktiv einbeziehen. „Auf unserer Internetseite gibt es dazu eine interaktive Karte, in die jeder seine Standort-Vorschläge für neue Ladesäulen eintragen kann“, erklärt Sören Smietana. Erste Vorschläge wurden bereits umgesetzt. Drei neue Ladesäulen kommen in Kürze dazu: eine an der Uthmannstraße 17 (als Ergänzung zur bestehenden Ladesäule), eine an der Hörder Straße 330/Ecke Sträterkampstraße und eine in Kooperation mit der Siedlungsgesellschaft Witten auf dem Parkplatz Eckardtstraße. Vier weitere Ladesäulen befinden sich in der Planung. Für die Nutzung der Stadtwerke-Ladesäulen ist ab dem kommenden Jahr ein Bezahlsystem geplant. Ladekarten können in Kürze bestellt werden. Sie sind auch mit einer entsprechenden Roamingfunktion zu haben, mit der das Laden auch über Wittens Grenzen hinaus sowie im Ausland möglich sein soll.

Privat und für Unternehmen

Auch für das Laden zu Hause bieten die Stadtwerke Lösungen an. Mit dem Nachttarif „Stadtwerke mobil“ lädt man von 22 bis 6 Uhr Ökostrom zum Sonderpreis. Für die genaue Abrechnung wird kostenlos ein Zweitarifzähler eingebaut. Besonders schnell, sicher und komfortabel lädt es sich zu Hause mit einer Wallbox. „Dafür haben wir ein Pacht­modell“, erklärt Sören Smietana. „Aber noch bis zum ­30. November gibt es für den Kauf einer Wallbox eine attraktive Förderung vom Land. Da lohnt es sich, genauer hinzuschauen.“ Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, zu Hause eine Wallbox zu installieren. „Gerade für Menschen, die in Mehrfamilienhäusern leben, ist die öffentliche Ladeinfrastruktur oder die Möglichkeit, am Arbeitsplatz zu laden, ein wichtiges Kriterium beim Autokauf“, weiß Sören Smietana. Deshalb installieren die Stadtwerke gerade drei Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten für die eigenen Mitarbeiter.

Auch für andere Unternehmen realisieren die Stadtwerke mit ihrer Erfahrung den Umstieg auf Elektromobilität. Ein Beispiel: die Familien- und Krankenpflege e.V. in Witten. Für die haben die Stadtwerke ein Gesamtkonzept mit drei neuen Ladestationen und einer Photovoltaikanlage entworfen und umgesetzt. Dazu gehört ein Lastmanagement, das dafür sorgt, dass mehrere Autos gleichzeitig effizient geladen werden können. Auch beim Abruf der Fördermittel halfen die Stadtwerke.

Die E-Mobilitäts-Experten der Stadtwerke beraten neutral und fachlich kompetent zu Tarifen, Förderungen, aber auch in Technikfragen. Da das Thema immer mehr Interesse weckt, wurden extra zwei neue Mitarbeiter eingestellt, um die vielen Anfragen zu bewältigen.  


Elektromobilität im Netz

Alle Angebote, Ansprechpartner und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unseren Internetseiten: stadtwerke-witten.de/elektromobilitaet.

Wer einen Beratungstermin vereinbaren möchte, erreicht das vierköpfige Team am besten per Mail an elektromobilitaet@stadtwerke-witten.de