Wasser marsch!

Fast acht Meter messen die Schaltschränke der neuen Druckerhöhungsanlage am Annener Berg. Neueste Technik für sichere Wasserversorgung

Hahn auf, Wasser läuft! So sind wir es gewohnt: Überall in Witten kommt unser Trinkwasser mit etwa dem gleichen Druck aus der Leitung. Egal, ob in Stockum oder in Herbede – trotz der Höhenunterschiede. Damit das so funktioniert, betreiben die Stadtwerke Witten technische Anlagen, die für die Druckhaltung und somit für konstanten Wasserdruck im gesamten Stadtgebiet sorgen.

Eine dieser Anlagen befindet sich am Annener Berg. Hier kommt das Trinkwasser aus dem Wasserwerk mit niedrigem Druck an. Um auch die Häuser im höher gelegenen Ortsteil Stockum zu versorgen, muss der Druck mittels Pumpen erhöht werden. Oben angekommen, fließt das Wasser wieder wie gewohnt aus dem Hahn. „Das ist technisch recht aufwendig“, erklärt Norman Knie, der bei den Stadtwerken Witten für die Planung der Versorgungsnetze und -anlagen zuständig ist.

Jede Menge Elektronik

Drei Pumpen, sieben Schaltschränke, diverse Messeinheiten und Sensoren stehen dafür auf etwa 20 Quadratmetern bereit – eine Menge Technik. Alles ist auf dem neuesten Stand, denn die gesamte Druckerhöhungsanlage am Annener Berg wurde in diesem Sommer errichtet. Sie ersetzt eine alte, unterirdische Anlage, die schwer zugänglich war und in letzter Zeit viele Ersatzteile gefordert hatte. „Die neue Technik ist wesentlich effizienter und spart einiges an Energie“, so Sebastian Peper, der für den Betrieb der Anlage zuständig ist. Während die alten Pumpen je nach Bedarf manuell ein- oder ausgeschaltet werden mussten, arbeitet die neue Anlage voll automatisch. Das bedeutet: Die Elektronik misst stetig den vorhandenen Wasserdruck und passt die Drehzahl der einzelnen Pumpen stufenlos den Anforderungen an. Störungen meldet das System umgehend.

Momentan übernimmt die neue Anlage am Annener Berg die Nachtschicht. Tagsüber wird sie von der Druckerhöhungsanlage an der Hörder Straße abgelöst. Beide Anlagen sind nötig, um eine sichere Trinkwasserversorgung in Stockum zu gewährleisten: Fällt eine aus, springt die andere ein.